Lew Soloff wurde am 20. Januar 1944 in New York City geboren, und wuchs in Lakewood, New Jersey auf. Bereits im Alter von 10 fing er an Trompete zu spielen und began schon in diesen frühen Jahren Aufnahmen von Louis Armstrong und Roy Eldridge zu hören. Als Teenager arbeitete er wärend der Sommermonate in den Catskill Mountains (im Nordwesten von NY) und in den Sechziger Jahren machte er sich mit diversen Auftritten, u.a. in der legendären Radio City Hall, einen Namen in der New Yorker Club-Szene.
Sein Spiel ist brilliant in den hohen Registern und er ist ein begehrter Musiker für Big Bands und Studio Sessions. Sein Sound macht ihn zu einem unverwechselbarer Solisten - er ist u.a. ein Experte mit dem Plunger Mute (Dämpfer).
Nach dem Studium an der Juliard School of Performing Arts in N.Y. spielte er unter zahlreichen Bandleadern wie z.B. Maynard Ferguson und Gil Evans sowie in den Latin Bands von Machito, Tito Puente, und Chuck Mangione.
Zu ersten Ruhm kam er 1968 mit der Grammy Award gekührten Jazz/Rock Formation Blood Sweat & Tears, in der er 5 Jahre als permanentes Mitglied verweilte.
Seine umfangreichen Auftritte beinhalten große Namen wie Ornette Coleman, Frank Sinatra, die Thad Jones-Mel Lewis Big Band, Machito, Marianne Faithfull, Barbra Streisand, Carla Bley, Dizzy Gillespie und viele mehr...
Heute nimmt Lew Soloff an einer Vielzahl von Projekten teil; allein 16 Alben mit dem Manhattan Jazz Quintet (er ist Gründungsmitglied dieser in 1984 ins Leben gerufenen Formation), US'N (mit George Young, Will Lee, Steve Gadd, Rob Mounsey, und Sammy Figueroa), Pocket Brass Band (unter Leitung des Posaunisten Ray Anderson), und er spielt im Carnegie Hall Jazz Orchestra.
Erst vor kurzem hat er die Aufnahmen für ein neues Album mit The Food Group, die sich aus Lou Marini, Joe Beck, Mark Egan, and Danny Gottlieb zusammensetzt, abgeschlossen. Er ist auch ein herausragendes Mitglied in Carla Bley's 4+4 Band.
Lew Soloff zeigt sein Vielseitigkeit u.a. darin, das er auch klassische Musik spielt. Er ist ein feuriger, temperamentvoller Solist, dessen breites Repertoire diverse Jazz Fans dazu veranlasst hat sich mit seiner Arbeit ernsthaft auseinanderzusetzen. Er ist unverkennbar ein Musiker mit beträchtlicher Tiefe, Integrität und Geschmack.
Discographie
1969 | Blood, Sweat & Tears - Columbia |
1971 | Blood, Sweat & Tears, 4 - Columbia |
1972 | Blood, Sweat & Tears, New Blood - Columbia |
1973 | Blood, Sweat & Tears, No Sweat - Columbia |
1974 | The Average White Band - AWB |
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1976 | Roy Ayers Ubiquity, Vibrations |
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1978 | Gato Barbieri, Ruby, Ruby |
1978 | The Average White Band, Warmer Communications... and More |
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1980 | Blood, Sweat & Tears, Classic BST - Columbia |
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1983 | Hanalei Bay - Pro Arte |
1983 | The Best of Lew Soloff - Pro Arte |
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1985 | Franco Ambrosetti, Tentets |
1985 | Franco Ambrosetti, Gin & Pentatonic |
1986 | Yesterdays - Pro Arte |
1987 | Speak Low - Pro Arte |
1987 | But Beautiful - Evidence |
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1991 | Little Wing - Triloka |
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1994 | Ray Anderson, Big Band Record |
1994 | Ray Anderson, Don't Mow Your Lawn |
1995 | Ray Anderson/Alligatory,Heads and Tales |
1995 | Roy Ayers Evolution, Anthology - Polydor |
1995 | Blood, Sweat & Tears, What Goes Up, Best of - Columbia |
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1999 | Ray Anderson's Pocket Brass Band, Where Home Is |
1999 | With a Song in My Heart - Milestone |
2000 | Rainbow Mountain - 32 Jazz |
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2004 | Air on G String - Crown Japan |
2006 | The Sea Change, Moby Dick - ISM™ |
With a Song in My Heart
CD Besprechung von Scott Yanow
Trompeter Lew Soloff ist bekannt für seine Virtuosität, Vielseitigkeit und seinen schreienden Solos. Mit dieser CD entfernt er sich jedoch von seinem altbekannten Stil. Hier findet man eine Auswahl an Stücken, die sich hauptsächlich im Balladen Tempo bewegen. Lew Soloff's Spiel ist von verhaltener Schönheit und meißt durch die Verwendung eines Harmon Mute (Dämpfer) gekennzeichnet. Begleitet wird er von dem Pianisten Mulgrew Miller, Bassist George Mraz, Schlagzeuger Victor Lewis und (auf 2 Stücken) von seiner Frau, Emily Mitchell, an der Harfe.
Lew Soloff interpretiert auf diesem Album eine Auswahl bekannter Standards (das exotische Istanbul ist hier hervorzuheben), eine Melodie aus einer Tschaikovsky Symphony und 2 Obskuritäten. Wenn man sich an das langsame Tempo gewöhnt hat und sich unvoreingenommen auf die Stücke einläßt, ist die Schönheit dieser Aufnahme unverkennbar. Die berührende Version von "I'm a Fool to Want You" ist ein Highlight.
Links
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